Nachruf auf Gerhard Schelch
Mit großer Betroffenheit und tiefer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Gerhard Schelch, einer herausragenden Persönlichkeit des steirischen und österreichischen Tennissports. Sein Name ist untrennbar mit der Entwicklung des Tennissports in der Steiermark verbunden. Über Jahrzehnte hinweg prägte er den Sport als erfolgreicher Spieler, engagierter Trainer, Visionär und Förderer zahlreicher Talente.
Seine Begeisterung für den Tennissport begann Anfang der 1960er-Jahre in Trofaiach. Aus einer ersten Begegnung mit dem Tennis entwickelte sich eine lebenslange Leidenschaft, die ihn rasch an die Spitze des heimischen Tennissports führte. Schon nach kurzer Zeit gelang ihm der Aufstieg in die steirische und österreichische Spielklasse.
Die sportlichen Erfolge von Gerhard Schelch sind beeindruckend und zeugen von seinem außergewöhnlichen Können. Er wurde Steirischer Meister sowie Österreichischer Seniorenmeister im Einzel und Doppel. Internationale Erfolge feierte er als Weltmeister im Herrendoppel gemeinsam mit Peter Fuchs, als Europameister im Herrendoppel, als Mannschaftsweltmeister im Tennis sowie als zweifacher Weltmeister und Europameister im Ski-Tennis.
Mindestens ebenso bedeutend wie seine eigenen Erfolge war sein Wirken als Förderer des Tennissports. Bereits 1974 errichtete er eine der ersten Tennishallen der Steiermark und gründete ein steirisches Tennis-Leistungszentrum. Damit schuf er Voraussetzungen, die vielen jungen Spielerinnen und Spielern neue Perspektiven eröffneten und die Entwicklung des Leistungssports nachhaltig beeinflussten.
Besonders stolz dürfen wir auf seine Arbeit als Trainer und Mentor zurückblicken. Zu den Talenten, die er auf ihrem Weg begleitete und förderte, zählen unter anderem Thomas Muster, Gilbert Schaller, Harald Schelch, Oliver Fuchs und Alexander Pfann. Sein Wissen, seine Erfahrung und seine Leidenschaft für den Tennissport gab er stets großzügig an die nächste Generation weiter. Auch seine Vorträge zum Thema Mentaltraining machten ihn weit über die Grenzen des Tennissports hinaus bekannt.
Mit Gerhard Schelch verliert der steirische Tennissport einen Menschen, der nicht nur durch Titel und Erfolge beeindruckte, sondern vor allem durch seinen Pioniergeist, seine Innovationskraft und seine unermüdliche Begeisterung für den Tennissport. Sein Wirken wird in den Erfolgen vieler Athletinnen und Athleten sowie in den von ihm geschaffenen Strukturen weiterleben.
Der Steirische Tennisverband wird Gerhard Schelch ein ehrendes Andenken bewahren.
Am Samstag, 29. August findet am GAK-Tennis um 15 Uhr eine Gedenkfeier statt.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm verbunden waren.
Ruhe in Frieden, Gerhard.