Auf den Spuren von Tagger und Schwärzler
Es ist noch nicht so lange her, da fegte ein zwölfjähriges Osttiroler Tennistalent über die Sandplätze der Brucker Murinsel. Ihr Name war Lilli Tagger und sie gewann 2020 den österreichischen Meistertitel in der U12. Fünf Jahre später wurde sie Juniorensiegerin der French Open in Paris, sechs Jahre später ist sie die Nummer 45 der Weltrangliste. Und auch der U14-Sieger von damals, Joel Schwärzler, hat es bereits in die erweiterte Weltklasse (aktuell Rang 182) geschafft. In der kommenden Woche gehen in Bruck an der Mur die Taggers und Schwärzlers von morgen an den Start, um in den Altersklassen U12, U14 und U16 ihre österreichischen Meister zu küren.
„Unsere Anlage ist mit 13 Freiplätzen und einer topmodernen Halle prädestiniert für so eine Großveranstaltung. Die Jugendlichen, Trainer und Eltern sollen sich rundum wohlfühlen“, meint Thomas Holzgruber, der gemeinsam mit Christian Mayer und Kristin Amann das Organisationskomitee des ESV Bruck bildet. „An den ersten drei Tagen wird es sich ordentlich abspielen. Das ist auch logistisch eine schöne Herausforderung, gilt es doch Einzel- und Doppelbewerbe in drei Altersklassen inklusive Qualifikationen unterzubringen“, sagt Mayer.
Erfreulicherweise zählen mehrere Steirer zu den Mitfavoriten der Titelkämpfe. Da ist vor allem der Lokalmatador Lionel Frießnegg in der U14. „Er trainiert in der Akademie von Steve Rettl, ist aktuell die Nummer eins in Österreich und spielt jetzt bereits die zweite Saison in der Herren-Landesliga“, erzählt Mayer. Auch sein Klubkollege Philipp Raser hat in der U14 gute Chancen, ebenso wie Yara Ortner in der U16. Auch Leo Stieber (Lannach), Kati Zmek, Amy Payr oder Maximilian Kohlbacher dürfen sich unter den etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einiges ausrehcnen. Neben Pokalen, Medaillen und Sachpreisen gibt es für alle Sieger einen besonderen Preis: Eintrittskarten für das Generali Open in Kitzbühel 2027. Dort treffen sie dann vielleicht auf ehemalige österreichische Jugendmeister wie Schwärzler oder auch Sebastian Ofner. Insgesamt 17 Steirer (6 Burschen und 11 Mädchen) sind fix für den Hauptbewerb qulifiziert, 16 weitere (14 Burschen und 2 Mädchen) versuchen sich ab Montag in der Qualifikation.
Auf die Erfahrung der Brucker bei Großereignissen wird regelmäßig zurückgegriffen, neben den angesprochenen Titelkämpfen im Jahr 2020 wurden im Vorjahr die österreichischen Meister der U18 in Bruck gekürt. „Als Präsidentin des Steirischen Tennisverbandes erfüllt es mich mit besonderem Stolz, dass wir als Verband mit dem ESV-Tennis Bruck an der Mur die Meisterschaften in die Steiermark holen konnte. Ein herzliches Dankeschön an den ÖTV für die Vergabe an die grüne Mark“, sagt STTV-Präsidentin Barbara Muhr.
Tennis als Wirtschaftsfaktor
Für den ESV-Tennis sind Turniere dieser Größenordnung auch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. „Wir lukrieren hier dank Nenngelder und unserer Sponsoren wichtige Einnahmen, die wir in die Jugendarbeit und in den Breitensport investieren wollen“, meint Holzgruber. Gleichzeitig bieten die Staatsmeisterschaften die Gelegenheit, das Freizeitzentrum Murinsel mit Tennisanlage, Freibad und Padel-Anlage ins österreichweite Rampenlicht zu stellen.
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